SALZBURG IN VILNIUS, VILNIUS IN SALZBURG - EINE AUSSTELLUNG
Am 24. September wurde die Ausstellung „books not dead“ von litauischen video Künstlerin und österreichischen Graphiker Markus Kircher in der Galerie im Traklhaus und in der Artport-Galerie am Salzburger Flughafen eröffnet.
Aurelia Maknytė zeigt eine Serie von Fotos, die sie aus alten Dias vergrößert hat. Die Vorlagen hat sie in einer Buchhandlung hier in der Altstadt gefunden. Sie sind Teil einer Serie Tonbildschau „Bezauberndes Salzburg“. Die Zeit ist das übergeordnete Thema der Künstlerin. Den Aufenthalt hier in Salzburg im Februar und August hat die Künstlerin wie eine Zeitreise empfunden; sie bezieht das auf ein Gefühl, dass Salzburg verglichen mit Vilnius viel mehr alte und fundierte Kultur hat und in ihr stärker verwurzelt ist.Im Hof des Traklhauses ist ein UFO entstanden. Die Idee dazu kam in Vilnius; in einer Fotocollage kombinierten die beiden Künstler eine Stadtansicht von Salzburg mit Festung mit dem obersten Teil des Fernsehturmes von Vilnius. Dieser Teil des Fernsehturms wird als UFO entfremdet. Der Künstler wird in der jeweils anderen Stadt ein fremder Beobachter.
Markus Kircher präsentiert drei Bücher, die während seinem Atelieraufenthalt entstanden sind. Auf Flohmärkten in Vilnius hat er Fotos von Kriegshelden und Schauspielern, Postkarten, Dokumente etc. gesammelt, die nach seiner klischeehaften Vorstellung die Stadt in der sowjetischen Herrschaft dokumentieren. In einem zweiten Buch collagiert er Zeitungsausschnitte aus den Salzburger Nachrichten und litauischen Tageszeitungen; diese vermischen sich mit den jeweiligen Tageseindrücken des Künstlers. Das dritte Buch ist ein leeres Kinder-Fotoalbum aus Vilnius. Es gleicht jenen Büchern, die man auch sonst überall findet wo die ersten Worte, Schritte etc. vermerkt werden können. Der Künstler will damit zeigen dass es trotz der vielen Unterschiede doch auch eine internationale Sprache gibt, die allgemein verständlich ist.