'MIGRATING ART ACADEMIES' MIGRIERT NACH LINZ
Das Kooperationsprojekt der deutschen, französischen und litauischen Kunsthochschulen “Migrating Art Academies” (MigAA) wird diesmal auf seinem Weg durch die europäischen Kulturhauptstädte Linz besuchen. Im Rahmen von MigAA reisen die Kunststudierenden mit Wohnmobilen und schaffen künstlerische Werke, indem sie den nomadischen Lebensstil von Jack Kerouac sich zum Vorbild nehmen. In Linz werden sich die Projektteilnehmer in der Nähe des berühmten Ars Electronica Center aufhalten, wo das Medienkunstfestival stattfindet. Hier werden 4 Festivaltage lang, von 4 bis 7 September, „unterwegs“ entwickelte künstlerische Objekte und andere thematische Projekte vorgestellt.
„Migrating Art Academies“ konzentriert sich auf Bildung und Bedeutung des Wissens in der Zukunft. Mit diesem mobilen Projekt reden wir über das Offensein, über künftige Interdisziplinarität und darüber, dass die europäischen Wissenschaftsinstitutionen ihre Geschlossenheit werden aufgeben müssen“, so Hubertus von Amelunxen, Leiter des MigAA, einer der berühmtesten modernen Philosophen des Bildes, Rektor der Ecole européenne supérieure de l'image.
„Sequence“ ist die zweite kreative Reise des MigAA, während der die Projekte, die bei der ersten Runde in Vilnius angefangen wurden, fortgesetzt und Erfahrungen gesammelt werden. Jeden Festivaltag werden nicht traditionelle Auffassungen von neuen Bildungsformen präsentiert. Am Freitag wird das Projekt „One thousand Leaves“ demonstriert: Dabei handelt es sich um einen Prototyp der virtuellen Kunstakademie im Internet, auf der Second-Life-Plattform. In dieser Experimentzone werden alle Interessierten die Möglichkeit haben, sich an der Entwicklung von künstlerischen Werken zu beteiligen.
Am Samstag findet die kreative Werkstatt „GPS and Satellite Watching“ statt, die mit Werkzeugen und Techniken zur Beobachtung von GPS-Technologien und der Konstellation von Satelliten am Himmel bekannt machen. Bei diesem Projekt werden die Teilnehmer eingeladen, sich einer romantischen Beschäftigung hinzugeben und gleichzeitig eine der technologischen Errungenschaften der Globalisierung – Satelliten, die den Standort von Objekten auf der Erde verfolgen können, – näher kennen zu lernen.
Am Sonntag wird das Projekt „Lanscape“ mit Techniken zur Visualisierung von mit bloßem Auge unsichtbaren drahtlosen Internet-Netzwerken bekannt machen. Zum ersten Mal wurden die „Bilder“ dieser Art während der Reise nach Vilnius vorgestellt. Das interaktive Projekt „Binaural Soundscape Browsing“, das die Möglichkeiten der Modifikation des Zweikanal-Tons präsentiert, wird am Montag demonstriert. Dabei wird man sich mit dem Verhältnis zwischen der menschlichen Bewegung im Raum und dem Ton befassen.
Nach den wichtigsten Projektpräsentationen gibt es Filmaufführungen der Kunsthochschulen, Vorstellungen von interaktiven Tonprojekten und Arbeiten zum diesjährigen Ars-Electronica-Thema „Human Nature“. Das ganze Programm der zweiten Runde „Sequence“ des MigAA wird auf der Internetseite des Projekts www.migaa.eu als Video-Live-Stream zu empfangen sein.
Über „Migrating Art Academies“
Das Projekt „Migrating Art Academies“ setzt sich zum Ziel, einen Lernmodul zu schaffen, der traditionelle Praktiken und neue Formen der Zusammenarbeit vereinigt. Mit dem Slogan „mixed reality for better education” haben die Studierenden die Möglichkeit, in einem Raum zwischen dem Virtuellen und dem Realen, zwischen der vertrauten häuslichen Umgebung und neuen Orten zu arbeiten.
Bei der Reise und Erforschung von der sie umgebenden Umwelt werden die Studierenden einige europäische Kulturhauptstädte besuchen: Vilnius, Linz und Essen (Ruhrgebiet). MigAA wird unterstützt von der Europäischen Kommission, Programm Kultur (2007-2013). Weitere Informationen unter http://www.migaa.eu
Kontakperson: Dovilė Aleksaitė, Pressesprecherin des Projekts E-Mail: dovile@migaa.eu; Tel.: +370 673 43706
