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IRENA VEISAITĖ IM GESPRÄCH MIT GERHARD LANGER

Am Donnerstag, 16. Juni 2011, um 19.00 Uhr  findet eine Diskussionsveranstaltung zur Ausstellung „Die Welt der Juden von gestern, die Hoffnung von heute“ in Hauptbücherei am Gürtel, 1070 Urban-Loritz-Platz 2a. Zu Gast: Irena Veisaite im Gespräch mit Gerhard Langer (stellvertr. Institutsvorstand, Institut für Judaistik). Einleitende Worte: Fabian Rühle (Centropas Grants Writer, leitet das Bildungsprogramm CentropaStudent.org, das in mehr als 70 Schulen in 13 Ländern eingesetzt wird).

Irena Veisaite beschreibt ihre Erfahrungen in Litauen vor 1938, ihre Reise mit ihrem Vater nach Berlin, den schrecklichen Sommer von 1941 mit der Deportation der Staatsfeinde nach Sibirien, die deutschen Bombardements, die Inhaftierung der Mutter aus dem Krankenhaus heraus, ihren Tod und das eigene Überleben im Ghetto sowie die Flucht.  "Mich rettete meine gute litauische Sprache. Ich hatte keinen jüdischen Akzent und habe beim Hauswächter anscheinend keinen Verdacht erweckt", sagt sie in einem Interview. Und zitiert die drei Gebote ihrer Mutter, die sie ihr aus dem Krankenhaus mitgibt: "Immer selbständig sein, niemals weder betteln noch klagen, sich immer nach eigenen Möglichkeiten richten", "Immer mit der Wahrheit leben, nicht lügen und niemanden betrügen" sowie "Nie, und besonders nicht aus persönlichen Gründen Rache nehmen".

Irena Veisaite, geboren 1928 in Kaunas, Überlebende des Holocaust in Litauen, Theaterkritikerin, Literaturwissenschaftlerin, Leiterin von Emergency Fund, Lektorin und Professorin an der Pädagogischen Universität in Vilnius. Als Mitbegründerin des Open Society Fund Lithuania unterstützt Irena Veisaite soziale und kulturelle Projekte in ihrem Heimatland und setzt sich für die Aufbereitung des Holocaust ein.   
In Kooperation mit Institut für Judaistik, Botschaft der Republik Litauen und Kulturministerium der Republik Litauen.