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EINLADUNG ZUR INTERNATIONALEN KONFERENZ "FALL DER BERLINER MAUER: VON BUDAPEST BIS VILNIUS"

Wir freuen uns, Sie zur Internationalen Konferenz „Fall der Berliner Mauer: von Budapest bis Vilnius“ (Zusammenhänge und Folgen des Widerstandes gegen totalitäre Regime), die am 5.-6. Juni 2008, um 11.00 Uhr im Saal des 11. März des Seimas der Republik Litauen eröffnet wird, einladen zu können. Die Konferenz wird anlässlich des 20. Jahrestages der litauischen, lettischen und estnischen Volksbewegung und des 40. Jahrestages des „Prager Frühlings“ veranstaltet.

Die Schirmherrschaft über die Konferenz übernimmt der Präsident der Republik Litauen. Veranstalter der Konferenz: • Seimas der Republik Litauen• Präsidialamt der Republik Litauen • Ministerium für auswärtige Angelegenheiten • Vytautas-Magnus-Universität • Forschungszentrum für die Erforschung des Genozids und des Widerstandes Kontaktperson: tel: 00370-5-23965555, fax: 00370-5-2396598, e-mail: conference-vilnius-2008@lrs.lt Internationale Konferenz

„Fall der Berliner Mauer: von Budapest bis Vilnius“

(Zusammenhänge und Ergebnisse der Widerstandsbewegungen gegen totalitäre Regime)

Die historischen Ereignisse im Ost- und Mitteleuropa Ende des 20. Jh. waren durch das Entstehen der Solidarnoúã in Polen und der Befreiungsbewegung in den Baltischen Staaten gekennzeichnet – es war keine gewöhnliche historische Zeitspanne. Das war der Anfang eines außerordentlichen historischen Prozesses. Es wurden bedeutendste Veränderungen in Europa nach dem II. Weltkrieg vollzogen. Sie haben nicht nur den Zerfall des „Reiches des Bösen“ und das Ende des kalten Krieges, sondern auch das neue Gefüge Europas vorherbestimmt. Obwohl die damaligen Ereignisse sich im politischen Rahmen jedes einzelnen Landes entwickelten, waren sie eng miteinander verbunden. Nachdem die bewaffneten Widerstandsbewegungen in Litauen, Lettland, Estland, Polen, in der westlichen Ukraine und im westlichen Weißrussland (1944-1953) niedergeschlagen wurden, wurde eine neue Welle des Widerstandes gegen das kommunistische System in Ostdeutschland 1953 und Ungarn 1956 ausgelöst und mit dem „Prager Frühling“ und der Solidarnoúã in Polen fortgesetzt. Die wahre Bedeutung dieser Ereignisse wurde noch nicht ganz aufgearbeitet und eingeschätzt, daher wird die Konferenz ein wichtiger Schritt in diese Richtung sein.

Die Konferenz wird gewidmet: dem 20. Jahrestag des litauischen „Sąjūdis”, der estnischen und lettischen Volksfront sowie dem 40. Jahrestag des „Prager Frühlings“.

Die Konferenz findet in Vilnius statt, weil die Umstände sich so gestaltet haben, dass der Kampf der Völker Europas gegen die Sowjetherrschaft, angefangen mit dem bewaffneten Widerstandskampf der Partisanen nach dem II. Weltkrieg und mit der Revolution in Ungarn, 1991 mit einem von Litauen beeinflussten vorgezogenen Zerfall der Sowjetunion endete.

Schirmherrschaft über die Konferenz übernimmt Präsident der Republik Litauen.

Termin 5.-6. Juni 2008, Dauer – 2 Tage

Eröffnung der Konferenz am 5. Juni 2008 um 14.00 Uhr

Ort Seimas der Republik Litauen, Sitzungssaal des 11. März

Die Konferenz wird einen politischen, wissenschaftlichen und memorialen Charakter haben.

Aktualität der Konferenz wurde am 26. Oktober 2006 mit der Resolution des EP über den 50. Jahrestag der ungarischen Revolution und über ihre historische Bedeutung zum Ausdruck gebracht. EP regt die Mitgliedstaaten an, ein Programm für die Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen den Forschungszentren, die die Verbrechen der totalitären Regime untersuchen, auszuarbeiten.

Thematik der Konferenz umfasst die bewaffneten Widerstandsbewegungen in Litauen, Lettland, Estland, Polen, in der westlichen Ukraine und im westlichen Weißrussland, den Arbeiteraufstand in Ostdeutschland 1953, die Revolution in Ungarn 1956, die Ereignisse in Polen 1956, den Prager Frühling in Tschechien 1968, die Tätigkeit der Solidarnoúã in Polen 1980, den Fall der Berliner Mauer 1989 und die Wiedervereinigung Deutschlands, die Befreiung der Baltischen Staaten 1988-1991 und den Zerfall der Sowjetunion.

Ziele der Konferenz:

1. Überblick der Ereignisse 1944-1991 in Mittel- und Osteuropa und die Reaktion der Welt darauf.

2. Darstellung der Kontinuität des Befreiungskampfes gegen die sowjetische Unterdrückung in den Ländern der Region und die Zusammenhänge zwischen einzelnen Staaten.

3. Hervorhebung der Bedeutung des Kampfes für die Freiheit, die Bürgerrechte und Demokratie und der Rolle der Befreiungsbewegungen bei der Schwächung des kommunistischen Blocks.

4. Hervorhebung der Gründe des Sieges über die Sowjetherrschaft 1988-1991 und des Falls der Berliner Mauer und ihre Bedeutung für die weitere Entwicklung Europas.

5. Behandlung der Ähnlichkeiten und Unterschiede in der Erfahrung der Baltischen Staaten sowie der Länder in Mittel- und Osteuropa.

6. Aufarbeitung der Lehren des Kampfes gegen die totalitäre Herrschaft für Mittel- und Osteuropa.

7. Beratung der aktuellen Probleme der Region sowie der Bedrohungen im Kontext der historischen Erfahrung.

Veranstalter: • Seimas der Republik Litauen • Präsidialamt • Auswärtiges Amt • Vytautas-Magnus Universität • Zentrum zur Untersuchung des Völkermordes und des Widerstandes

Teilnehmerstaaten:

Litauen, Lettland, Estland, Polen, Ungarn, Tschechien, Deutschland, Russland. Es werden auch Vertreter der skandinavischen Ländern, der USA, des Vereinigten Königreiches, Frankreichs, der Ukraine, Weißrusslands, Moldaus und des Kaukasus eingeladen.

Teilnehmer:

Berühmte Teilnehmer der genannten historischen Ereignisse, Parlamentarier, Historiker, Politologen, Journalisten, die sich mit den für Ost- und Mitteleuropa wichtigen Themen befassen.

Arbeitssprachen: Litauisch, Englisch, Russisch