CORNELIUS HELL PRÄSENTIERT DAS BUCH "EUROPA ERLESEN: VILNIUS"
Das Institut für Slawistik und das Robert Musil-Institut der Universität Klagenfurt laden am Dienstag, 12. 01. 2010, um 19.30 Uhr zur Buchpräsentation EUROPA ERLESEN: VILNIUS (herausgegeben von Cornelius Hell, 316 Seiten, Wieser Verlag 2009) ein. Ort: Robert Musil-Institut für Literaturforschung, Bahnhofstraße 50/I, 9020 Klagenfurt
Der Vilnius-Band in der Reihe „Europa erlesen“ erzählt in übersetzten Texten litauischer, polnischer, weißrussischer, jiddischer, russischer und lateinischer Autorinnen und Autoren sowie in Texten der Weltliteratur von Stendhal über Alfred Döblin oder Gilbert Keith Chesterton bis zu H. C. Artmann eine Geschichte der Stadt Vilnius und ihrer zentralen Plätze und Bauten. Der älteste Text ist ein Brief des Großfürsten Gediminas aus dem Jahr 1322, der jüngste stammt von Ilma Rakusa und wurde 2009 publiziert.
Immer wieder treten die Texte miteinander in einen Dialog: Ilma Rakusa beschreibt u. a. die Suche nach ihrem Vorfahren Władisław Kondratowicz-Syrokomla, der im Buch mit zwei Vilnius-Gedichten vertreten ist; der weißrussische Dichter Jan Tschatschot und der deutsche Lyriker Johannes Bobrowski nehmen auf die Gründungssage von Vilnius Bezug; Victor Erlich beschreibt seine Begegnung mit Marc Chagall, dessen Gedicht auf die Große Synagoge von Vilnius ebenfalls in dieser Anthologie zu lesen ist. Der litauische Schriftsteller Eugenijus Ališanka und die bulgarische Lyrikerin Aksinija Michailova haben eine Originalveröffentlichung beigetragen.
Mitwirkende: Prof. Christina Parnell, Slawistin von der Universität Weimar, und Cornelius Hell, Herausgeber und Übersetzer aus Wien, stellen den Band im Gespräch, mit einer gemeinsamen Lesung sowie mit Musik und Bildern vor.
Im Anschluss kulinarische Bewirtung durch den Wieser Verlag.