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90 JAHRE LITAUEN - EIN GESPRÄCH MIT DEM ÜBERSETZER, AUTOR UND INTELLEKTUELLEN ANTANAS GAILIUS

Mittwoch, 12. März, 17.00 Uhr,  Otto Mauer-Zentrum, Währinger Straße 2–4, Mezzanin, 1090 Wien Litauen konnte im 20. Jahrhundert zweimal seine staatliche Selbständigkeit wiederherstellen: am 16. Februar 1918 und am 11. März 1990. Vor 20 Jahren wurde die Unabhängigkeitsbewegung „Sąjūdis“ gegründet, deren gewaltloser Kampf zur Beendigung der sowjetischen Okkupation geführt hat. 2009 wird Litauen seine 1000-Jahre-Feier begehen, und die Hauptstadt Vilnius wird zusammen mit Linz Europäische Kulturhauptstadt sein.

Antanas Gailius nimmt seit der wiedererlangten Unabhängigkeit Litauens an den kulturellen und intellektuellen Debatten seines Landes teil und kann aus erster Hand über die jüngste Geschichte und das bevorstehende Kulturhauptstadt-Jahr berichten, aber auch über die religiöse Situation und die Rolle der katholischen Kirche Auskunft geben.

Antanas Gailius, geboren 1951, hat Germanistik an der Universität Vilnius studiert. Er war 1978-89 Verlagslektor, gab in den turbulenten Jahren 1989-1994 die Kulturzeitschrift „Proskyna“ (Lichtung) heraus und war 1991/92 einige Monate als Diplomat an der litauischen Botschaft in Bonn. 1991-94 war er Mitinhaber und Direktor des Verlages „Amžius“ sowie Chefredakteur der gleichnamigen Wochenzeitung. Seit 1994 ist er freier Autor und Übersetzer. Gailius hat u. a. Kafka, Thomas Mann und Rilke ins Litauische übersetzt. Er ist u. a. auch Kuratoriumsvorsitzender des Thomas-Mann-Kulturzentrums in Nida.

Moderation: Mag. Cornelius Hell, Litauen-Kenner und Feuilleton-Chef der „Furche“.

Eine Veranstaltung des Katholischen Akademikerverbandes Wien, der Österreichisch-Litauischen Gesellschaft und der Wochenzeitung „Die Furche“.